Teilnahmezahlen

  • An der aktuellen Substudie nehmen seit Ende März 2015 teil:

     

    135 Personen am psychologischen Interview

     

    68 Personen an der MRT-Untersuchung

     

    (Stand: 14.01.2016)

     

     

 

 

Newsletter August 2013

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Mit dem ersten Newsletter 2013 stellen wir Ihnen zwei Publikationen von Herrn James Hall und Frau Julia Jäkel, den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Bayerischen Entwicklungsstudie vor.

Frühgeburtlichkeit und Mangelgeburtlichkeit als Risikofaktoren für emotionale Probleme im Alter zwischen 6 und 13 Jahren.
(A comparison of prematurity and small for gestational age as risk factors for age 6–13year emotional problems, Hall, J. & Wolke, D. (2012), Early Human Development, 88 (10):797-804)

Diese Arbeit  untersuchte das Auftreten von emotionalen Problemen im Alter zwischen 6 und 13 Jahren in unserer Studiengruppe. Insbesondere interessierte hier der Vergleich von Frühgeborenen und Mangelgeborenen (Geburtsgewicht unter  der 10. Perzentile). Für das Alter von 6 und 8 Jahren wurden die Daten der Child Behavior Checklist gewählt. Dies ist ein Verhaltens-Fragebogen über Probleme wie Ängstlichkeit, Depressionen, körperliche Beschwerden, sozialen Rückzug, Schlafprobleme, Aufmerksamkeitsprobleme und aggressives Verhalten. Im Alter von 13 Jahren wurden der Strengths and Difficulties Questionnaire verwendet. Dies ist ein Fragebogen zu Verhaltensauffälligkeiten und -stärken bei Kindern und Jugendlichen mit den Themen emotionale Probleme, Verhaltensauffälligkeiten,  Hyperaktivität, Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen und prosoziales Verhalten.

Ergebnisse: Für die Alterspanne von 6-13 Jahren wurden zwei verschiedene Muster zum Verlauf von emotionalen Problemen nachgewiesen:

  1. Bei 76% der Kinder fand sich ein über die Jahre gleichbleibend niedriges Problemniveau.
  2. Bei den restlichen 24% der Patienten war ein über die Jahre gleichbleibend hohes Problemniveau nachweisbar.


Das vom 6. bis zum 13. Lebensjahr gleichbleibend hohe Muster emotionaler Probleme war nachweislich gehäuft bei Frühgeborenen zu finden. Es fand sich dagegen kein Zusammenhang mit der Mangelgeburtlichkeit. Zusätzlich waren in dieser Gruppe vermehrt männliche Kinder und Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status vertreten.

Schlussfolgerung:
Die beobachtete Stabilität emotionaler Probleme im Alter zwischen 6 und 13 Jahren macht erneut klar, dass sehr frühgeborene Kinder besonders frühe Interventionstherapien benötigen. Weitere Analysen versuchen herauszufinden welche Faktoren in der Umwelt ggfs. modifizierbar sind, um erhöhte emotionale Probleme bei Frühgeborenen zu erklären.

 

 

 

 

 

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