Teilnahmezahlen

  • An der aktuellen Substudie nehmen seit Ende März 2015 teil:

     

    135 Personen am psychologischen Interview

     

    68 Personen an der MRT-Untersuchung

     

    (Stand: 14.01.2016)

     

     

 

Newsletter Juni 2015

 

 

 

Neue Publikationen

 

1. Die neuro-kognitive Leistungsfähigkeit von Erwachsenen im Alter von 26 Jahren, die zu früh oder mit sehr geringem Geburtsgewicht geboren wurden.
„Neuro-cognitive performance of very preterm or very low birth weight adults at 26 years.” Suna Eryigit Madzwamuse, Nicole Baumann, Julia Jaekel, Peter Bartmann, Dieter Wolke (J Child Psychol Psychiatry. 2014).

 

Es ist bekannt, dass zu früh geborene Kinder häufig kognitive  Veränderungen (gemessen als Intelligenzquotient, IQ; dazu gehören z.B. Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, und Lernen) und Probleme mit exekutiven (höheren kognitiven) Funktionen (zum Beispiel schneller Wechsel zwischen unterschiedlichen Aufgaben) haben. Mit Hilfe der exekutiven Funktionen wird das menschliche Verhalten unter Berücksichtigung der Bedingungen unserer komplexen Umwelt gesteuert. Dies umfasst z.B. das Setzen von Zielen, die strategische Handlungsplanung, die Entscheidung für Prioritäten, Impulskontrolle und die Aufmerksamkeitssteuerung. Unklar ist, ob diese Probleme bis ins Erwachsenenalter fortbestehen.

 

In unserer Studie wurden der IQ und die exekutiven Funktionen (EF) von Früh- und Reifgeborenen untersucht. Zusätzlich wurden die Effekte von Mangelgeburt (Kinder, die mit einem für ihre Schwangerschaftsdauer zu geringem Gewicht auf die Welt kamen) und familiärem sozioökonomischen Status bei Geburt betrachtet.

 

Die kognitiven Leistungen wurden mit Hilfe von mehreren Untertests des Wechsler Intelligenztestes (ein bekannter Standardtest) untersucht. Anschließend wurde ein Gesamt-IQ-Wert ermittelt.


Für die exekutiven Funktionen wurden mehrere Untersuchungen durchgeführt. Eine Untersuchung war der Strooptest (siehe unten). Hier müssen die Teilnehmer die Farbe benennen, in der ein Wort angezeigt wird. Üblicherweise ist das Lesen ein sehr automatisierter Prozess. Falls jedoch widersprüchliche Informationen an das Gehirn geliefert werden, muss dies erst verarbeitet werden. Im Strooptest wird beispielsweise das Wort „Rot“ in der Farbe Grün geschrieben. Dies führt zu einer verzögerten Antwort, da die Farbe und die Bedeutung des Wortes nicht übereinstimmen. Diese ungewohnte Situation erfordert eine erhöhte Aufmerksamkeit, Konzentration und Handlungsplanung.

 

 

Stroop Effekt

 

 

 

 

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